Im Mai habe ich mal über den Tellerrand geschaut und mir über den großen Teich ’ne Fuhre Macaroni & Cheese schicken lassen. Die Zubereitung beginnt mit einer handfesten Überraschung: Nix Wasserbad – man soll die Nudeln ernsthaft kochen. Aber eine Kochleistung die sogar ein Texaner gebacken bekommt, kann einen Bildungsfunker natürlich nicht wirklich schocken. Außerdem muss nur ein Topf dreckig gemacht werden; seit er keine Negersklaven mehr hat, kocht der Südstaatler nämlich betont abwaschfreundlich.

Nach einem kurzen Blick in die Käsesoßentüte zögere ich doch noch ein wenig, ob ich mir das antun soll. Aber sei ’s drum, schließlich habe ich ja auch das All-Day-Breakfast überlebt.

Das Kochen geht erstaunlich leicht und nach 10 Minuten liegt ein dampfender Haufen geruchsneutralen Käseschleimes vor mir. Doch muss die Beschreibung des Geschmackserlebnisses leider kurz bleiben, weil das Zeug nach absolut nichts schmeckt. Etwas salzig, ein Hauch säuerlich, aber das ist es dann auch schon. Nicht der kleinste Gewürzrückstand und schon gar kein Käsearoma stören das gar nicht süße Nichts auf meiner Zunge. Es ist really incredible, wie der Amerikaner zu sagen pflegt, dass soviel Chemie sowenig Geschmack erzeugen kann.
Ich esse mein Mal natürlich nicht auf, dafür wird mir umgehend schlecht.
Die Wertung:
Eindeutig der widerlichste Schmierstoff westlich von Japan. Ein anständiger, aufrechter Deutscher gibt so was seinem Hund nicht zu fressen. Da haben es ja die Engländer noch gut.