Der Hinduismus
Laufzeit Um die 2400 Jahre hat der eigentliche Hinduismus mit allem Schickimicki wie Kastensystem und Co. auf dem Buckel. Er entand aus der ca. 4000 Jahre alten indischen Urreligion, dem ca. 3000 Jahre alten Vedismus und dem Brahmanismus, der wohl 2500 Jahre alt ist. Wo so viele Köche am Werk sind, gibt es natürlich ein Tohuwabohu an Riten und komischen Bräuchen. Viel zu umständlich, meint der BILDUNGSFUNK.
Haute Couture Wenn Sie glauben, das Hochzeitskleid von Lady Di mit seiner 12 Meter langen Schleppe sei ein Riesenkleidungsstück gewesen, dann sollten Sie mal einen Hinduisten beim Turbanwickeln beobachten: Halbe Festzeltplanen binden sich die Jungs um den Gulliver. Sonst aber ist die Keidung der Hinduisten nur sehr schwer zu beschreiben, weil die meisten gar keine tragen!
Architektur Mit Gotteshäusern sehen es die Hinduisten auch nicht so eng. Bei 330 Millionen Göttern auch eine wahre architektonische Sysyphusarbeit. So sitzt also vor jeder besseren Bretterbude einfach ein Brahmane, Guru, Yogi oder Saduh, mit dem kann man dann erst mal ein fettes Shillum rauchen, ihm dann die Füße massieren (das hat ernämlich gerne!) und zum Schluss eine geile Runde nackt baden im kristallklaren Wasser des Ganges, zur Säuberung. Das ist durchaus vergleichbar mit einem Bad im Hamburger Hafen oder im Faulturm eines mittelgroßen Klärwerks, nur zur Säuberung natürlich! Nudisten und Freiluftfanatiker kommen bei den Hindus also voll auf ihre Kosten.
Lukullisches Eigentlich völlig egal, was Sie essen, wenn Sie überhaupt essen, Hauptsache es lebt nicht, ist wenig und hullescharf. Sollten Sie allerdings der ersten Kaste angehören, müssen Sie sich schon beizeiten mal ein Affenhirn auf Eis oder eine deftige Tigerpimmelsuppe gönnen, schließlich sind Sie privilegiert! Machen Sie am besten ein Riesenbrimborium mit Feuerschluckern, geilen Tänzerinnen und einer spektakulären Opferzeremonie draus, das sehen Ihre Götter gerne!
Komische Bräuche Zum Beispiel gibt es hier und da Spezialisten, die schon seit 10 Jahren ihren rechten Arm gen Himmel strecken, nicht mehr gesessen oder gelegen haben, auf Nagelbetten schlafen oder sich Dolche und Muttis halbes Kücheninventar irgendwo durch den Körper bohren. Ganz normal auf dem Subkontinent. Allerdings keimt in mir der schreckliche Verdacht, dass Hasch rauchen doch blöd macht!
So ist es auch nicht einfach, jemandem, der aus einem Kulturkreis kommt, in dem bei jedem BSE-Verdacht gleich 50000 Kühe gekeult werden, die sonst ein halbes Jahr später sowieso im plastikeingeschweißten Schaumstoffschüsselchen im Supermarkt lägen, zu erklären, dass diese Viecher heilig seien. Aus dieser subjektiven Sichtweise ein sehr komischer Brauch!
Schön für alle Männer, die auch bei uns gerne mal ihre Frau verprügeln oder gleich ganz loswerden wollen: Werden Sie Hinduist und zünden Sie die alte Schrapnelle einfach an, wenn sie mal wieder aufmuckt. Ein Brauch mit Tradition in Indien, eigentlich zwar nur bei Ehebruch, aber wer fragt da hinterher schon nach? Derart bemerkenswertes Brauchtum muss unsererseits mit einem starken Gut bewertet werden.
Verheißung Haben Sie in ihrem Leben genügend gebetet, geopfert, meditiert, sich der Askese und der Liebe hingegeben, sind Sie viel auf Wallfahrten unterwegs gewesen und haben ausgiebig dem Totenritus gefrönt? Waren Sie außerdem immer nett zu Kühen? Dann werden Sie unter Umständen vom ständigen Kreislauf der Wiedergeburt erlöst und werden Eins mit dem großen Brahma, der Weltenseele. Also, sich der Liebe hingeben, das geht noch in Ordnung, aber der ganze Rest ...?
Die größten Stars Brahma, 330 Millionen weitere Götter (die auch alle Brahma sind), Mahatma Gandhi, George Harrison
Fazit Sollten Sie zufällig der vierten Kaste angehören (die es ja eigentlich gar nicht mehr geben sollte) oder von vornherein Paria, ein Unberührbarer sein, haben Sie automatisch die Arschkarte gezogen und Ihnen ist dringend von dieser Religion abzuraten. Wenn Sie sich aber mit hunderten weiterer Leben abgefunden haben und sich 330 Millionen Götternamen merken können, ist ihre Suche hier zu Ende!