Das Judentum
Laufzeit Etwas länger als 3200 Jahre beglücken die lustig dreinschauenden Löckchenträger nun schon Jahwes schönen Erdenball, offiziell sozusagen, denn ein paar versprengte gab es vorher auch schon in Ägypten (von Moses nach Kanaan geführt), Assyrien, Babylonien und Persien (von Abraham, der aus Ur in Mesopotamien nach Palästina auswanderte,verkörpert). Christentum und Islam haben sich aus dem Judentum entwickelt. Ein Platz auf den vorderen Rängen ist bis hierher also allemal drin!
Haute Couture Modische Käppis, die in ihrer Schlichtheit genauso zeitlos sind wie die lustigen Bimmel-Löckchen, weisen ebenfalls auf eine gute Gesamtplatzierung hin. Die ganz orthodoxen Jungs in ihren schwarzen Kutten, Hüten und den langen Wallawalla-Bärten würden auch prima in jede Gruftie-Disco oder auf eine Herr-der-Ringe-Party passen. Dafür ein knorriges Befriedigend!
Architektur So eine Synagoge (kommt vom griechischen Wort für Treffpunkt) ist schon ein toller Ort. Man kann die Thora aus ihrer Truhe popeln und mit vielen Gleichgesinnten mal wieder die Milliarden Jahre alten Texte interpretieren, wie schon Generation um Generation vorher. Irgendjemandem wird sicher etwas völlig Neues dazu einfallen, auf das in letzten paartausend Jahren noch keiner gekommen ist. Solange man mit seinen Glaubensbrüdern nach einer aktuellen, neuen Auslegung des uralten Glaubensquarks sinniert, kann eigentlich jede Räumlichkeit zur Synagoge werden, ein Zugabteil, ein Flugzeug, vermutlich sogar eine Telefonzelle oder ein Plumpsklo. Sehr variabel finden die Gois vom BILDUNGSFUNK und verteilen ein astreines Gut!
Lukullisches Viel zu kompliziert stellt sich die Nahrungsaufname dar, wenn man jiddisch essen möchte. Wirklich nichts für den Ich-hol-mir-mal-schnell-was-Typen! Fragen Sie bei MacDonalds doch mal, ob die Frikadelle in ihrem Royal TS koscher geschlachtet wurde und ob die Käsesscheibe auch wirklich 100% synthetisch ist, da Sie ja Milch- und Fleischprodukte strikt trennen müssen. Der MacRib ist sowieso völlig passé, da Schweinefleisch nicht so angesagt ist in Synagogenkreisen. Auch Hunde-, Katzen-, Kaninchen- oder Nager-Burger kommen den Juden nicht auf den Teller. Es dürfen nur Säuger, die zum einen wiederkäuen, zum anderen Paarzeher sind, verzehrt werden. Maritime Leckereien müssen sich durch Schuppen und Flossen als echte Fische auszeichnen, sonst sind sie wie Hummer, Krabben und alle anderen Schalentiere tabu. Man muss also schon ein paar Semester Biologie studiert haben, um zu wissen, was man essen darf und was nicht. Bleiben ja aber ein paar Viecher übrig, die man sich auch als Jude genehmigen darf. Komisch dabei ist jedoch die Marotte Blut vollkommen abzulehnen. Das ist ungefähr so schlau, wie gerne einkaufen zu gehen, aber Geld kategorisch abzulehnen oder Omelettes nur ohne Eier zu essen. Da kann man ja nur hoffen, dass die Gentechniker eines Tages eine Kreatur erschaffen werden, die so blutleer ist wie die koscheren Jungs selbst.
Komische Bräuche Geradezu unglaublich ist die Sitte, vor einer staubigen alten Mauer einem doofen Tempel hinterherzutrauern, den es seit nunmehr ca. 2000 Jahren gar nicht mehr gibt, wo doch z.B. in den Westbanks mehr als Platz genug für zig neue ist.
Sehr suspekt erscheint auch der Brauch, als Religionsstaat die höchstgerüstete Armee der Welt wie auch den bissigsten Geheimdienst zu besitzen - wohl ein Religionsgeheimnis.
Verheißung Nach dem Tod vertraut ein Jude seine Seele Gott an, der aber, keine Bange, jedem die Treue hält. Gott richtet dann über selbigen. Erklärtes Ziel ist es, nach der Auferstehung bei Gott zu leben. Bedenkt man aber, dass das Judentum mit seinen 3200 Jahren eine der ältesten Religionen der Welt ist und dass es seit dieser Zeit wohl schon der eine oder andere geschafft hat, muss es bei Jahwe theoretisch voller sein als kurz vor Weihnachten in der Fußgängerzone einer mittleren Großstadt oder nach dem Fall der Mauer in einer Filiale der Deutschen Bank am Kurfürstendamm! Dafür gibt es nur ein klaustrophobisches Ungenügend.
Die größten Stars Jahwe, Moses, Abraham, Salomon, Ben Gurion, Golda Meir, Hans Rosenthal
Fazit Auch beim besten Willen müssen Sie erfahrungsgemäß schon eine gewisse Leidensfähigkeit mitbringen. Bleiben Sie hier im Ländle, müssen Sie damit rechnen, von einem Haufen Skinheads, die zugegebenermaßen noch um einiges dümmer sind als die peinlichsten Weiße-Tüll-Kleid-Sekten, verprügelt oder geschändet zu werden, wandern Sie aus ins gelobte Land Israel, prügeln Sie sich stattdessen mit einem Haufen Palästinensern, die nicht ganz zu Unrecht ein wenig sauer darauf sind, dass man ihnen ihr schönes Land mal eben weggenommen hat. Sie sehen also, wie Sie es auch immer machen, einfach wird das nicht!