Iskcon (Hare Krishna)
Laufzeit Die ISKCON (International Society for Krishna Consciousness) wurde erst 1966 aus der Taufe gehoben, als der Star der Bewegung, Swami A. C. Bhaktivedanta, gerade in den USA angelangt, sich mit so ziemlich allen Gurus und Yoga-Lehrern angelegt hatte. Das reicht leider nicht für einen der vorderen Plätze!
Haute Couture So ein schönes Dhoti, das Lieblingsgewand aller Hare-Krishna-Freunde, können Sie mit wenig Aufwand selbst herstellen. Jedes Tischtuch, Bettlaken, Campingzelt, jeder Fallschirm, Sofaüberwurf oder jede handelsübliche Gardine erfüllen diesen Zweck hervorragend, allerdings müssen sie krass Safran-farben sein, sonst läuft gar nichts! Um sich von den z.B. Buddhisten, die ja ähnliche Kleidungsvorlieben haben abzusetzen, müssen Sie auf dem Kopf aussehen, wie eine keimende Kartoffel oder wie eine Kuh am Arsch. So ein flotter Dschingis-Khan-Zopf bringt Sie dem Nirvana ein Stück näher!
Architektur Wie Sie wohnen oder ob Sie überhaupt eine Wohnung ihr Eigen nennen können ist ihren Kirchenoberhäuptern relativ egal. Hat man allerdings etwas zu sagen in dieser aparten Glaubensfraktion, dann muss man schon stilgemäß wohnen, soll heißen 5-Sterne-plus! So ein-zwei Ost- oder West-Flügelchen dürfen es schon sein, im feudal eingerichteten Herrenhaus, auch das Interieur sollte von ausgesuchter Eleganz und vor allen Dingen teuer sein, Sie sind ja schließlich kein armer Schlucker, auch wenn Sie so aussehen!
Lukullisches Ganz schlimm ist, was die Safran-Jacken auf dem Speiseplan haben. Erstens: kein Fleisch! Das kann man ethisch noch rechtfertigen aber es stellt einen auf jedem Grillabend immer wieder vor Probleme. Zweitens: keine Drogen! Auch dabei kann man mit viel gutem Willen noch eine ethische Rechtfertigung erkennen, aber einen Grillabend brauchen Sie so gar nicht anzufangen!
Komische Bräuche Am abenteuerlichsten ist sicherlich die Marotte des Meisters, ungefähr zwanzig Namen zu haben, die es in ihrer Wortlänge und Unaussprechlichkeitmit denen irischer Kuhdörfer aufnehmen können.
Ebenso erstaunlich ist, dass die Devotees, so nennen sich die Krishnas selbst, ihre feudalen Zentralen mit dem Verkauf von Krishna-Büchern und Räucherstäbchen, Kochkursen, vegetarischen Partyservices und Pilgerreisen verdienen. Versuchen Sie doch selbst einmal in ihrer Fußgängerzone, Meditations- und Yoga-Bücher zu verhökern, dann wissen Sie, was das für eine Leistung ist.
Die vier regulierenden Prinzipien „kein Fleisch, keine Drogen, kein Sex ohne Zeugungsabsicht und Kein Glücksspiel“ lassen außerdem den Schluss zu: „kein Leben, kein Spass!“
Verheißung Dreimal dürfen Sie raten, yo, Sie werden wiedergeboren. Was Sie im Einzelnen aber im nächsten Leben davor bewahrt, noch einmal ein Hare-Krishna-Leben durchleben zu müssen, das fragen Sie am besten ihren Privat-Guru, der ihnen nach nur achtjähriger Wartezeit zugeteilt werden wird!
Die größten Stars Abhay Charan De (auch Swami A. C. Bhaktivedanta oder Srila Prabhupada o.ä.), Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakura, George Harrison
Fazit Spenden Sie gern all ihr Geld, nur damit ihr Guru leben kann wie Graf Koks? Wollten Sie auf dem Kopf schon immer aussehen wie ein Bio-Tampon? Lieben Sie Räucherstäbchen und den Kontakt mit wildfremden Menschen? Desweiteren können Sie mit Glaubensbrüdern und -Schwestern stundenlang zusammensitzen und über Gott und die Welt nachdenken, mit immer dem selben Ergebnis? Dann werden Sie schleunigst Guru!